SicherheitsPraxis – Stiller Alarm in der Presse

Jens-Christian Hübner
Product Owner von Stiller Alarm Deutschland GmbH

Q: Welche technischen und konzeptionellen Entwicklungen erwarten Sie für die kommenden Jahre in der Gefahrenmeldetechnik?

Als ich mich das erste Mal vor 13 Jahren damit befasste, dass der Computer am Arbeitsplatz als ein Alarmsystem für alle Mitarbeiter eingesetzt werden könnte, erschien das noch vielen wie eine eher abwegige Idee. Heute ist das in vielen Betrieben und Behörden ganz normal, dass man sich durch einfachen Tastendruck an einem PC sofort Hilfe herbeirufen kann. Ich bin überzeugt, dass in den kommenden Jahren moderne Technologien in dem Bereich der Alarmierung eine ähnliche Selbstverständlichkeit erreichen werden. Möglichkeiten zur Alarmauslösung und zum Alarmmanagement werden mobiler und flexibler werden.

„Die Möglichkeiten zur Alarmauslösung und zum Alarmmanagement werden mobiler und flexibler werden.“

Die Menschen werden immer und überall nicht nur erfahren, dass eine Gefahr vorhanden ist, sondern auch, was in diesem Fall zu tun ist. Es wird neue Möglichkeiten geben entsprechende Informationen schnell an zahlreiche Betroffene zu verteilen.

Q: Wo sehen Sie die Herausforderungen bei dieser Entwicklung, und wie können Hersteller, Verbände und Errichter ihnen begegnen?

Die Art zu kommunizieren hat sich in den letzten Jahren bereits sehr stark verändert. Es ist nicht mehr die Ausnahme, dass an einem Arbeitsplatz Webcam und Mikrofon vorhanden sind. Diese Geräte können ebenfalls zur gezielten Alarmüberwachung eingesetzt werden, um Gefahrensituationen aus der Ferne besser einzuschätzen, ohne den Raum betreten zu müssen. Die Entscheidung eventuell einen Notruf abzusetzen kann getroffen werden, ohne Zeit zu verschwenden oder sich selbst noch zusätzlich in Gefahr zu begeben. Die zunehmende Digitalisierung wird viele neue Kommunikationswege schaffen. Die Herausforderung wird darin liegen, diese modern und intuitiv zu gestalten.

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Quelle: SicherheitsPraxis 2/21

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