Jedes dritte Jobcenter benötigt Schutz durch Sicherheitsdienst

„Wir erleben eine Grundverrohung“

Immer mehr Jobcenter in Deutschland müssen durch Sicherheitsdienste bewacht werden. Zusätzlich werden immer mehr Notwehrseminare und Deeskalationskurse angeboten.

Berlin – Ein Drittel aller Jobcenter und Arbeitsagenturen hat einem Bericht zufolge ein Sicherheitsunternehmen zu seinem Schutz beauftragt. Im vergangenen Jahr hatten 457 von 1373 Arbeitsagenturen und Jobcentern Wachleute engagiert, wie die „Bild am Sonntag“ aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit berichtete. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Plus von 7,5 Prozent.

Angriffe auf Jobcenter-Mitarbeiter: „Wir erleben eine Grundverrohung“

„Der Umgang ist rauer geworden. Wir erleben eine Grundverrohung“, sagte die Personalverantwortliche der Bundesagentur, Valerie Holsboer, der Zeitung. „Unsere Kunden sind Menschen in schwierigen Lebenslagen, da liegen die Nerven eher blank.“ Keiner unserer Mitarbeiter müsse sich aber beschimpfen oder bedrohen lassen.

Um ihre Mitarbeiter besser zu schützen, gibt es jetzt dem Bericht zufolge für Jobvermittler in der Ausbildung verpflichtende Deeskalationskurse. Zusätzlich werden vermehrt Notwehrseminare angeboten, bei Übergriffen werden im Rahmen des Rechtsschutz Anwälte gestellt.

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